Im April 2002 wird die Basketballabteilung der WSG 1981 Königs Wusterhausen aus der Taufe gehoben -- allerdings nicht im Zuge einer Neugründung sondern als Fusion der Freizeitmannschaft "Desperados" mit den Basketballern des SC Störche Dahmeland (im Spielbetrieb seit 1999).
Der Hintergrund der Fusion liegt auf der Hand: Zwei konkurrierende Vereine in einer Region werben sich gegenseitig Spieler ab. Der einhellige Tenor beider lautet: "Wir wollen gemeinsam die Sportart Basketball vorantreiben." Das ist die Geburtsstunde der Red Dragons!
Saison 2002/2003
Im Zuge der Fusion unter dem Dach der WSG 81 übernehmen die "Desperados"-Spieler Henric Nitschke und Stefan Glawe den Vorstand und Störche-Coach Ingo Opitz das Amt des Spielertrainers der Herren. Neben den Red Dragons geht auch das U18-Team aus Störche-Zeiten weiter auf Korbjagd.
In ihrer ersten Saison (2002/2003) starten die Königs Wusterhausener mit einem Durchschnittsalter von 18,9 Jahren als jüngstes Team in der Bezirksliga-Ost. Das vordergründige Ziel heißt: Erfahrung sammeln. Am Ende stehen drei Siege zu Buche, bei elf Niederlagen. Der umjubelte erste Triumph gelingt den WSG-Basketballern am 8. Dezember 2002, mit einem 83:75-Heimerfolg über Eisenhüttenstädter BV.
Saison 2003/2004
Expansion lautet das Stichwort der WSG Verantwortlichen für die zweite Saison. Zu den Red Dragons und den U18-Basketballern gesellen sich eine U20 und U16, sowie erstmals ein Damenteam der U18. "Durchstarten in allen Ligen", titelt die MAZ. Ermöglich wird der wahre "Team-Auflauf" durch die Kooperation zwischen der WSG 81 und dem Friedrich-Schiller Gymnasium, an dem der Initiator vom Dienst, Ingo Opitz, als Sportlehrer mehrere Schul-Basketball-AG's ins Leben gerufen hat.
Doch nicht nur im gesamten Verein tummeln sich neue Gesichter, auch bei den Männern gibt es personelle Veränderungen. In Person von Olaf Pomrenke (vormals Basket Bären Marzahn) bekommen die WSG-Basketballer einen erfahrenen Trainer an die Seite. Die Ambitionen sind höher gesteckt, doch schnell folgt die erste Ernüchterung. Die Red Dragons starten mit vier Niederlagen in die Saison und stehen zur Winterpause mit 2:5 Siegen auf dem 6. Tabellenplatz.
Eine Duftmarke setzen die Königs Wusterhausener am 7. Dezember mit ihrem 127:28-Erfolg über BBC Cottbus II, bis heute höchster Sieg der Red Dragons. Die zweite Rekordmarke, die nach wie vor Bestand hat, gelingt Henric Nitschke. Beim hauchdünnen 77:78 nach Verlängerung gegen SV Mahlow erzielt Nitschke 38 Punkte, darunter fünf Bomben aus dem Dreierland.
In der Winterpause muss Pomrenke das Trainer-Amt überraschend aus persönlichen Gründen räumen, sodass Opitz wieder in die Rolle des Spielertrainers schlüpft. In der Rückrunde gelingen drei Siege in sieben Spielen, am Tabellenplatz ändert dies aber nichts mehr.
Für Furore sorgen die Young Guns der U20 und U18 in der Landesliga. Die U20-Basketballer um das "Triumvirat" Glawe, Höft und Hasselberg schließen die Hauptrunde als Erster ab, unterliegen aber im Endspiel des Final Four 59:86 gegen SV Oranienburg. Das U18-Team beendet die Hauptrunde ebenfalls als Erster, punktgleich mit Staffelkonkurrent Strausberg Mustangs. In den Playoffs bleiben sie allerdings ohne Erfolg.
Saison 2004/2005
Die dritte Bezirksligaspielzeit der WSG-Basketballer wird zum großen Durchbruch. Mentor Ingo Opitz zieht es berufsbedingt an die "German School of New York" (USA). Doch mit Thomas Jahn, der selbst bei den White Devils Cottbus als Spieler aktiv ist, steht sein Nachfolger bereits in den Startlöchern. Außerdem verstärken mit Oliver Grimm, Christian Radandt, Marcel Bischof und Christopher Dittmann gleich vier ehemalige Mahlower-Spieler den Kader der Dragons und stopfen damit das Loch, das Opitz und Center Tobias Urban, der studienbedingt für ein Jahr in Halle auf Korbjagd geht, aufgerissen haben.
Binnen weniger Wochen formt Jahn aus den drei Jahre lang gereiften Herren eine motivierte und geschlossene Einheit mit Siegermentalität.
Die Red Dragons starten mit vier Erfolgen, Pokal mit eingeschlossen, in die Saison und zelebrieren echten Team-Basketball. Am 18. Dezember machen sie sich landesweit einen Namen, indem sie in der 3. Pokalrunde Oberligist Basket Brandenburg mit 77:71 aus dem Wettbewerb werfen. Und selbst in der 4. Runde im Februar halten die "Reds" gegen BG Lauchhammer, ebenfalls Oberligist, vor 120 Zuschauern in der proppevollen Schiller-Halle lange mit und ziehen am Ende nur 67:79 den Kürzeren.
Bereits einen Monat zuvor sichern sich die Königs Wusterhausener Basketballer durch einen 76:61 Erfolg über die Strausberg Mustangs III Tabellenplatz eins in der Bezirksliga Staffel-Süd (10:2 Siege) und stehen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in den Playoffs um den Landesligaausftieg.
Der Kampf um den einen Aufstiegsplatz zwischen den Red Dragons, USV Potsdam III, WSG Fürstenwalde II und SSV Perleberg ist vor Spannung kaum zu überbieten -- fast jeder schlägt jeden. Und so kommt es, wie es kommen
muss: Zu einem alles entscheidenen Finalspiel zwischen den Red Dragons und Gastgeber SSV Perleberg am 8. Mai -- beide zu diesem Zeitpunkt mit
3:2 Siegen. Am Ende haben die Red Dragons den längeren Atem und entscheiden den Krimi 71:64. Zusammen mit den im Bus mitgereisten Fans singen sie anschließend: "Letzte Liga, nie mehr nie mehr." Der Aufstieg ist perfekt.
Auch die Jungendteams machen von sich Reden. Wie im Vorjahr erreichen die Young Guns der U20 das Final Four, müssen sich hier allerdings mit dem vierten Platz begnügen. Erfolgreicher sind die U18-Basketballer. Sie können nach der fabulösen Hauptrunde in der Staffel Ost mit 12:0 Siegen in den Playoffs immerhin drei Partien für sich entscheiden. Beide Teams scheiterten aber wie im Vorjahr in der Oberliga-Qualifikation.
Ein starkes Jahr legten auch die U18-Spielerinnen aufs Parkett.
Angeführt von Anke Blume (19 PPG), Anna Walter (16,9), Maria Urban
(12,6) und Jenny Tramm (11,3) holen sie bereits in ihrem zweiten Liga-Jahr in der Hauptrunde (2.) sechs Siege bei zwei Niederlagen und schaffen erstmals de Sprung in die Playoffs (3.).
Im Sommer 2005 erweitern die Red Dragons ihren Operationsstab. Dazu richten sie in der Geschäftsstelle der WSG 81 einen Posten als FSJler ein, der sich neben den Formalitäten aller Teams auch um die Nachwuchsgewinnung kümmert und dazu an mehreren Schulen Basketball-AG's durchführt. Als erster übernimmt diesen Posten Stefan Glawe. Es folgen Maik Hasselberg, Robby Tabor, Martin Schmoll und zur Saison 2008/2009 Arne Wernitzsch.
Saison 2005/2006
Als Landesliganeuling schaffen es die WSG-Basketballer mit 8:6 Siegen auf Anhieb auf den vierten Platz. Neben Rückkehrer Tobias Urban (13,1
PPG) macht dabei vor allem Neuzugang Christian Müller (13,2), der zusammen mit Tobias Ohl aus Fürstenwalde kommt, auf sich aufmerksam.
Nach zwei knappen Niederlagen zum Auftakt gegen Basket Brandenburg
(57:59) und USV Potsdam II (54:55) gehen die Red Dragons fünf Mal in Folge als Sieger vom Feld. Vor dem vorletzten Spieltag rangieren die Red Dragons (14:6) gar auf dem zweiten Rang hinter den Baskets (18:2), aber es gibt abermals Schlappen gegen Brandenburg (63:80) und Potsdam II (59:69), womit die Träume vom direkten Durchmarsch endgültig begraben werden müssen.
Im Pokal geht es für die Red Dragons bis in die 3. Runde. Hier ziehen sie das "Traumlos" und empfangen die Regionalliga-Basketballer des RSV Stahnsdorf in der Paul-Dinter-Halle. Bereits kurz nach Spielschluss spricht keiner mehr von der 58:117-Niederlage, sondern von einem tollen Highlight, dass keiner so schnell vergessen wird.
Erstmals nach zwei Jahren bauen die Red Dragons wieder ein U16-Team auf.
Am Spielbetrieb beteiligen sich die Jungen Drachen noch nicht, dafür setzen die beiden Trainer Robby Tabor und Max Brabant auf intensive Trainingsarbeit. Die Young Guns der U20 verpassen erstmals das Final-Four, rehabilitieren sich dann aber mit der Oberliga-Qualifikation. Die bleibt den U18-Basketballern verwehrt, dafür legen sie angeführt von Emanuel Schmidt, Max Brabant (17,3) und Arne Wernitzsch fabulöse 16 Erfolge bei nur zwei Niederlagen hin. Die Landesmeisterschaft geht aber an die punktgleichen Fürstenwalder.
Ein großer Erfolg gelingt den U20-Basketballerinnen. Erstmals schaffen die Red Dragons Girls mit dem vierten Platz der Hauptrunde den Sprung ins Final Four, wo sie im Spiel um Platz drei einen 11-Punkte-Halbzeitrückstand gegen Eisenhüttenstädter BV noch in einen 52:49-Sieg umdrehen. Chapo!
Saison 2006/2007
Bereits im zweiten Jahr in der Landesliga gelingt den WSG-Basketballern der große Wurf in der noch jungen Clubgeschichte. Die Red Dragons gewinnen elf von 14 Spielen und schaffen zusammen mit Preußen Frankfurt den Sprung in die Oberliga. Im Finale um die Staffelmeisterschaft unterliegen sie den Frankfurtern knapp 51:58. Mit Christian Müller (14,1 PPG), Tobias Urban (12,1) und Henric Nitschke (12,0) legen drei Red Dragons zweistellige Punktewerte auf. Kleiner Wehrmutstropfen am
Saisonschluss: Erfolgs-Coach Thomas Jahn verabschiedet sich nach drei Jahren aus Königs Wusterhausen. Teamkapitän Henric Nitschke findet die richtigen Worte: "Wir haben ihm unglaublich viel zu verdanken!"
Im Pokal ist abermals in Runde drei Schluss für die Red Dragons. Nachdem sie in der 2. Runde Mitaufsteiger Frankfurt in der Paul-Dinter-Halle mit
69:64 nach Hause schicken, bleiben sie anschließend gegen USV Potsdam (58:74) ohne Chance.
Die Young Guns landen in ihrer ersten Oberliga-Spielzeit trotz negativer Bilanz (14:18 Punkte) auf einem respektablen vierten Platz. Die junge U18er Truppe muss sich wie die neu ins Rennen geschickten U16-Basketballer mit einem Platz am Tabellenende zufrieden geben, was auch für die beiden Damenteams gilt.
Im Sommer können die Red Dragons gleich mit zwei absoluten Top-Events aufarten. Am 28. April präsentieren die Red Dragons zunächst das 3.
All-Star Game der besten Basketballer Brandenburgs in Königs Wusterhausen. Mehr als 600 Zuschauer strömen in die Paul-Dinter-Halle und erleben ein echtes Basketballfest. Mit dabei Lokal-Hero Tobias Urban, der stolz das Trikot der Ost-Auswahl überstreift. "Das war schon was ganz besonders", gibt Urban zu. Auf dem Parkett dagegen wird der Osten aus einander genommen wie eine Weihnachtsganz und kommt mit 76:113 unter die Räder.
Nur fünf Wochen später folgt das Länderspiel der deutschen und schwedischen U20-Nationalmannschaft, um sich auf die B-EM in Warschau vorzubereiten. Bis zur Halbzeit ist die Partie ausgeglichen (38:38), bevor die deutsche Equipe nach dem Pausentee Ernst macht und zur Freude der 400 Zuschauer einen deutlichen 85:66-Erolg einfährt. Im Publikum tummeln sich bekannte Basketball-Größen, wie Matej Mamic und Burkhardt Prigge. Und U20-Trainer Emir Mutapcic hat am Ende nur Lob übrig für die veranstaltenden Red Dragons: "Die Organisation war sehr professionell.
Das hatte Bundesliga-Niveau." Schnitt... Schulterklopfer...
Saison 2007/2008
Vor der ersten Oberliga-Saison der Vereinsgeschichte gehen Euphorie und Abstiegsangst bei den Red Dragons Hand in Hand. Oberstes Ziel für die Königs Wusterhausener ist es, die Klasse auf Biegen und Brechen zu halten. Und tatsächlich müssen sich die WSG-Basketballer - ohne Neuverpflichtungen, dafür mit einigen Abgängen (u.a. Müller, Ohl) - mächtig verbiegen. Mit dem neuen Coach Mirko Renner an der Seitenlinie landen die Red Dragons als Aufsteiger zunächst einen Überraschungserfolg beim 76:59-Auftaktsieg bei BG Lauchhammer.
Nach dem Traumstart folgt allerdings schnell die Ernüchterung. In den verbleibenden 13 Partien gelingt nur noch ein einziger Sieg. Damit gehen die Red Dragons mit 4:22 Punkten als Außenseiter in die entscheidende Play-down-Runde gegen Optik Rathenow, BG Schwedt und BG Lauchhammer.
Doch es funzelt Licht am Ende des Tunnels. Grund dafür sind die drei Neuzugänge Sebastian Mundt, Ricardo Santos und Rückkehrer Maik Hasslberger. Und die Verstärkungen beweisen sofort ihre Klasse.
Gleich im ersten Playdown-Spiel fahren die Red Dragons, angeführt von Santos (13 Punkte), Mundt (12) und Hasselberger (11) einen 72:58-Heimerfolg über Optik Rathenow ein. Beide Teams müssen anschließend zwei Niederlagen einstecken, sodass es am 1. März zu einem vorgezogenen Endspiel kommt -- mit dem glücklicheren Ende für die Red Dragons. Dank eines Treffers von der Freiwurflinie durch Arne Wernitzsch in der Schlusssekunde gewinnen die Königs Wusterhausener den Basketball-Thriller knapp 66:65 und können damit vorzeitig den Klassenerhalt feiern. In der Kabine fließt Sekt in Strömen, es wird gejubelt und gefeiert. Und der Howard Carpendale der Red Dragons, Mike Krebs, singt mit voller Inbrunst: "Arne is die schönste Frau der Welt!"
Die Young Guns der U20 erreichen nach einer Saison mit Höhen und Tiefen den vierten Rang. Die U18er müssen pausieren. Den U16-Basketballern gelingen trotz des mit Abstand jüngsten Kaders zwei Überraschungserfolge. Bei den Ladys verpassen die U20-Basketballerinnen mit dem fünften Rang knapp das Final-Four, während die U18-Spielerinnen in ihrer dünnen Dreiergruppe Platz zwei einstreichen.
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Zufallsbild der Red Dragons





